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Er Gehört Zu Mir [Part 1 - Convention] - Jensen Ackles/Misha Collins RPS 
7th-Oct-2011 06:37 pm

Titel: Er Gehört Zu Mir
Part: 1 - Convention
Autor: pippin1983 Pippin1983
Fandom: Supernatural
Pairing: Jensen Ackles / Misha Collins (Cockles)
Warnings: RPS
Rating: NC17
Disclaimer: Nichts davon ist wahr. Alles reine Fiktion und meiner Fantasie entsprungen!

CONVENTION
Im Taxi sprach Jensen kein Wort mit Misha, er war angepisst. Und zwar so richtig angepisst. Wie ein bockiges Kleinkind hatte er sich zur Seite gedreht, die Arme verschränkt und starrte auf die vorbeirauschenden Gebäude.

Misha schien sich daran allerdings kein bisschen zu stören. Er hatte sein iPhone rausgezogen und tippte ständig darauf herum. Erst als sie schließlich vor dem Hotel hielten wurde das Apple Gerät wieder weggepackt.

Ohne ein Wort stieg Jensen aus dem Taxi und überließ das Bezahlen dem vier Jahre älteren Mann. Er wartete auch nicht darauf, dass der Fahrer seinen Koffer aus dem Kofferraum hievte. Sollte den doch Misha mit reinbringen. Jensen ging geradewegs ins Hotel. Er lief sogar blind an Jared vorbei, dessen Flieger früher gelandet war und der nun auf die Beiden in der Lobby wartete und auch schon deren Zimmerkarten beschafft hatte.

„Ey! Jen! Jensen!“ Jared lief ihm Richtung Rezeption hinterher, immer noch ohne bemerkt worden zu sein. „Jenny!“ versuchte er es schließlich im Spaß, wissend, Jensen würde spätestens jetzt reagieren. Allerding hatte er nicht gerechnet dass die Reaktion auf diese Weise ausfallen würde: Jensen drehte sich ruckartig um und seine Faust landete auf Jareds Auge.

Jared taumelte zurück und hielt seine Hand an das schmerzende Auge. „Was zum Henker…?“ fragte er fassungslos.

„Jensen?“ Misha kam gerade mit den zwei Koffern herein und sah überrascht zwischen Jared und Jensen hin und her.

Erst langsam schien nun auch Jensen die Situation zu verarbeiten. Entsetzt starrte er Jared an, oder vielmehr auf dessen inzwischen rotes, langsam anschwellendes Auge.

„Scheiße! Jay, es tut mir leid! Es tut mir so unendlich leid!“ Man sah ihm an, dass er es am liebsten ungeschehen machen, oder zumindest vor Scham im Boden versinken wollte. „Ich wollte das nicht.“ Er senkte reumütig den Kopf und verschwand dann urplötzlich Richtung Hotelbar.

„Was ist denn mit dem los?“ wollte Jared von Misha wissen, aber der zuckte nur genauso verwirrt mit den Schultern.

„Ich hab keine Ahnung. Ich weiß echt nicht. Am Flughafen war noch alles Ordnung und plötzlich ist er wie ausgewechselt und tickt aus“, fasste Misha zusammen. „Alles okay?“ fragte er dann besorgt. „Soll ich dir Eis holen?“

„Lass mal, ich mach das schon. Hier, eure Zimmerkarten. Und bring unsre Diva mal wieder auf den Boden, will mich zum Abendessen nicht in Watte hüllen müssen.“ Jared reichte Misha zwei scheckkarten-große Karten mit dem Emblem des Hotels und der Zimmernummer, dann ging er zur Rezeptionistin und bat sie um ein paar Eiswürfel.
 
...
Misha stellte die Koffer erst mal an der Rezeption ab und folgte dann Jensen in die Hotelbar. Dort fand er ihn auch bereits am Tresen sitzen. Obwohl es erst halb vier am Nachmittag war, hatte er kein Bier vor sich, sondern… der Farbe nach schätzte Misha es war WhiskyCola.

Misha setzte sich auf den Barhocker neben seinen Freund und Kollegen. Jensen allerdings dreht sich von ihm weg. „Jensen, was ist los?“ Misha bekam keine Antwort. „Würdest du vielleicht mal mit mir reden?“ Noch immer keine Antwort. Stattdessen nahm Jensen sein Glas und nippte an seinem Drink. „Hab ich dir vielleicht irgendetwas getan?“ Jensen setzte das Glas an und kippte den restlichen Inhalt in einem Zug runter.

„Denk drüber nach!“ Jensen sprang vom Barhocker und wollte Misha bereits wieder sitzen lassen, doch dann drehte er sich doch zu ihm um. „Schlüsselkarte?“

Misha überlegte, ob er sie ihm geben sollte, oder sie als Druckmittel benutzen sollte, um Jensen doch noch zum Reden zu bewegen. Aber mit Erpressung würde er sicherlich nicht weit kommen, zumindest nicht, solange sich Jensen so aufführte. Missmutig gab er ihm die Karte. Und kaum hatte Jensen sie bekommen, ward er auch schon nicht mehr gesehen.
Misha beschloss, ihm nicht gleich zu folgen. Vielleicht hatte er mehr Chancen, wenn Jensen etwas Zeit gehabt hatte, sich zu beruhigen – von was auch immer.

Misha konnte sich noch immer keinen Reim darauf machen, was plötzlich mit ihm los war. Er bestellte sich einen Cappuccino und machte es sich in einem der Loungesessel gemütlich.
 
...
Jensen schloss die Tür seines Hotelzimmers auf und bugsierte seinen Koffer hinein. Unschlüssig blieb er in der offenen Tür stehen. Sollte er sich einfach trotzig aufs Bett werfen und erst wieder aufstehen, wenn er gezwungen wurde? Oder sollte er doch zu Jared und versuchen, sich nochmal richtig, und vielleicht begründet, bei ihm zu entschuldigen?

Jared klang eigentlich nach der sinnvolleren Wahl, zumal trotziges aufs Bett werfen sich nicht gerade gehörte für einen 33-jährigen.

Also zog er die Türe wieder ins Schloss und wollte zu Jared gehen, als ihm einfiel, dass er dessen Zimmernummer noch gar nicht kannte. Er musste erst an der Rezeption fragen. Aber runtergehen wollte er nicht, da würde er Misha sehen müssen, und – kindisch oder nicht – den wollte er gerade nicht sehen.

Also würde er nochmal ins Zimmer müssen und das Telefon benutzen.

Er hatte gerade die Karte in den Schlitz gesteckt, als nebenan die Tür aufging und Jared heraus kam.

„Ha, das war ja einfach“, bemerkte Jensen.

„Jensen, wir müssen reden.“

Hä??? Hatte nicht gerade Jensen vorgehabt mit Jared zu reden, sich zu entschuldigen?

„Okay,“ meinte Jensen mit einem überraschten Schulterzucken.

Jared zog Jensen in sein Zimmer und als Jensen den aufgeklappten Laptop sah, hatte er bereits eine Ahnung um was es ging…

„Jay,“ begann er. „Jay, das mit dem blauen Auge tut mir leid. Ich war…“

„Sauer auf Misha?“ vollendete Jared den Satz.

„Das kannst du laut sagen.“ Jensen ließ sich auf Jareds Bett und sein TV-Bruder setzte sich neben ihn.

Jared legte den Arm um die Schulter seines Kollegen. „Habt ihr schon darüber gesprochen?“

„Nein, kein Bedürfnis.“

„Das solltet ihr aber.“

„Was soll das denn noch bringen? Ist doch eh alles zu spät jetzt.“ Jensen deutete auf den Bildschirm.

„Es ist vielleicht zu spät es geheim zu halten – wobei sich da bestimmt auch irgendeine Lösung finden lässt. Aber du solltest deshalb nicht gleich alles aufs Spiel setzen. Klar, ich wär an deiner Stelle auch echt sauer. Aber… Du hast zu lang darum gekämpft, Jen. Vielleicht solltest du es als Zeichen sehen, dass sich der Kampf gelohnt hat?“ Manchmal machte es Jensen beinahe Angst, dass der 28-jährige – nein, seit Dienstag 29, daran musste er sich erst gewöhnen. Jensen brauchte bei sowas immer erst mal ein paar Wochen. – dass der 29-jährige viel besser einen kühlen und klaren Kopf bewahren konnte als er. „Du musst mit ihm reden, bevor es wirklich zu spät ist. Und ich glaube, ihr habt echt ne Menge Redebedarf, wenn er nicht mal weiß, was er falsch gemacht hat und warum du so … zickig bist.“

„Wahrscheinlich hast du Recht…“ gab Jensen zu. „…wie immer…“

„Natürlich hab ich Recht. Also, redest du nun mit ihm?“

„Ja,“ gab Jensen geknickt nach. „Ja, ich rede mit ihm. Du hast Recht, ich hab zu lang um ihn gekämpft. Und auch wenn ich stinksauer bin… ich kann es im Grunde gar nicht.“ Jensen sah Jared leicht betreten an. „Ich red Schwachsinn, oder?“

„Nein,“ Jared lächelte ihn mit seinem liebevollsten Jared-Lächeln an. „Nein, das ist nur der normale Wahnsinn der Liebe und den hast du dir verdient.“

Jensen lächelte zurück, das erste Mal seit Jared ihn an diesem Tag gesehen hatte, dass wieder so etwas wie Freude im –Gesicht seines Kollegen zu sehen war.

„Und was machen wir damit?“ fragte Jensen und deutete wieder auf den Bildschirm, auf dem zu sehen war, wie er und Misha vor einer guten Stunde den Flughafen verließen – und Misha seine Hand hielt.

„Uns fällt schon was ein. Wie wär‘s mit Promo? Promo kaufen einem die meisten ab.“ Wieder war Jensen von Jareds kühlem Kopf fasziniert. Und er war glücklich, dass er jemanden hatte, mit dem er reden konnte, dem er sich anvertrauen konnte. Und der ihm nicht einmal ein blaues Auge wirklich übel nahm.


Nachdem er noch eine Weile mit Jared geredet hatte, machte sich Jensen schließlich auf den Weg mit Misha zu reden. Er klopfte ein paar Mal vergeblich an Mishas Zimmertür. Die Nummer hatte ihm Jared gesagt, der ja die Schlüssel besorgt hatte. Aber Misha schien nicht da zu sein, vielleicht war er ja noch in der Hotelbar. Jensen hoffte sehr, dass sein kindisches, zickiges Benehmen nicht dazu geführt hatte, dass Misha sich nun betrank. Aber am allermeisten hoffte er, dass er ihn verstehen würde, dass sie diesen peinlichen Auftritt den er vorhin geliefert hatte, vergessen könnten…
Als er an der Rezeption vorbei ging stand dort tatsächlich noch Mishas Koffer und der Besitzer saß in der Tat noch in der Bar.
Jensen trat neben ihn und stellte erleichtert fest, dass Misha sich nur Kaffee und Kuchen gegönnt hatte. Und er schämte sich insgeheim für sein WhiskyCola, das er vorhin noch getrunken hatte.
„Können wir reden?“ fragte er vorsichtig.
„Ach, hast du dich endlich beruhigt?“
Jensen nickte nur betreten.
„Setz dich,“ bot ihm Misha den gegenüberliegenden Sessel an. Jensen sah sich um. Außer ihnen waren nur vier weitere Gäste im Raum. Dennoch war ihm das um einiges zu öffentlich. Von Öffentlichkeit hatte er heute genug.
„Alleine? Oben?“ bat er deshalb.
„Okay,“ erwiderte Misha beinah gleichgültig und Jensen wurde es heiß vor leiser Panik.
Sie holten Mishas Koffer und gingen dann gemeinsam zu Mishas Zimmer. Jensen hatte Herzklopfen. Einerseits kam er sich ziemlich verloren vor, andererseits extrem lächerlich. Was hatte er schon zu verlieren? Er musste doch Misha nur erklären, warum er so ausgetickt war. Und das würde er ihm doch verzeihen, oder?
Misha sperrte die Tür auf und ging ins Zimmer. Jensen kam sein Benehmen übertrieben normal vor, wie er den Koffer aufs Bett hievte und erst mal das Fenster öffnete und die Vorhänge bis auf einen Spalt zuzog, da die kalifornische Sonne Ende Juli oftmals trotz Klimaanlage kaum erträglich war. Oder benahm er sich einfach nur übertrieben komisch?
„Was ist, kommst du nicht rein?“ fragte Misha. Jensen zögerte noch immer. Langsam ging er in das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Seufzend lehnte er sich gegen die Tür.
„Alles klar, Baby?“ Misha kam auf Jensen zu. Jensen hasste ihn dafür. Misha schaffte es immer wieder, dass Jensen weiche Knie bekam und alles andere um sich herum vergaß. Naja, fast alles. Doch sobald sie die eigenen, schützenden vier Wände verließen und sich in die Öffentlichkeit begeben mussten, war es vorbei. Da war Jensen nur noch der Profi, der Schauspieler, der dessen größtes Geheimnis seine Homosexualität war.
Und genau das war der Haken.
Jensen schüttelte den Kopf und versuchte seinem Freund in die Augen zu sehen.
„Mish, ich…“ Warum fiel es ihm so unglaublich schwer? War es denn so schwer, mit dem Menschen, mit dem man seit zwei Monaten die intimsten Momente des Lebens teilte, zu sprechen? Jensen kam sich vor wie der größte Verräter, der Welt. Es war ihm nie passiert, bei seinen früheren Beziehungen, dass es ihm schwer fiel, dem Partner zu sagen, dass die Öffentlichkeit tabu war.
Vielleicht, weil es sonst nie zur Debatte gestanden hatte? Weil es selten wirklich Beziehungen gewesen waren, sondern eher in den Bereich Affären fielen?
Aber bei Misha war es anders. Es war von Anfang an anders gewesen. Es war nicht einfach gewesen. Kein schneller Aufriss in einer Bar.
Nein. In Misha hatte er sich verliebt. Wirklich verliebt.
Um Misha, um Mishas Liebe hatte er gekämpft.
Der Einzige, der von Anfang an Bescheid gewusst hatte, war Jared gewesen, weil er mit ihm über alles reden konnte. Und wann immer Jensen kurz davor gewesen war, aufzugeben und Misha abzuschreiben, war Jared da gewesen und hatte ihn ermutigt, nicht aufzugeben.
Er hatte fast drei Jahre gekämpft (unfassbar, konnte man das überhaupt?) Und vor gut zwei Monaten hatte er gesiegt.
Nein, das konnte er nicht aufgeben. Er durfte es nicht aufs Spiel setzen.
Und Jared hatte doch irgendwo Recht, wahrscheinlich war diese Geste, die nun durchs gesamte, weltweite Netz geisterte und morgen, beim Panel auf dieser verfluchten Convention mit Sicherheit zum Thema gemacht wurde – wahrscheinlich war diese Geste, der Beweis, dass sich sein Kampf gelohnt hatte. Wenn sich Misha nicht versteckte, sich an Jensens Seite so sicher fühlte, dass ihm die Öffentlichkeit egal war, warum sollte er sich dann noch verstecken? Konnte er Misha nicht das gleiche Vertrauen entgegenbringen?
„Baby, was ist los?“ Misha war ein wenig besorgt. Erst benahm sich Jensen wie ein bockiges kleines Kind und nun war er sprachlos, irgendwie eingeschüchtert und Misha war mit seinem Latein am Ende.
Naja, nicht vollständig. Schließlich hatte er bevor Jensen aufgetaucht war eine Email von Jared auf sein iPhone bekommen, in der er ihm verschiedene Links geschickt hatte, die alle dasselbe Bild zeigten und hatte Andeutungen gemacht, dass Jensen ein Problem damit hatte.
Er nahm Jensen in den Arm und drückte ihn fest an sich.
„Es tut mir leid,“ flüsterte er und hauchte einen Kuss neben Jensens Ohr. „Ich wollte dir keinen Stress machen.“ Er strich ihm mit dem Daumen über die Wange. „Jensen, ich bin glücklich mit dir. Aber… ich hätte dich fragen sollen, es geht nicht allein um mich, wenn ich zeigen möchte, dass ich glücklich bin. Es tut mir leid.“
Jensen löste sich leicht aus der Umarmung und sah Misha tief in die Augen. Dann beugte er sich ohne Vorwarnung vor und küsste ihn gierig.
„Ich liebe dich, mein Engel.“ Jensen legte seinen Kopf auf Mishas Schulter. „Ich hab mich beschissen benommen, das war… nicht fair von mir. Kannst du mir bitte verzeihen? Ich fühl mich beschissen. Es tut mir so leid, dass ich dich so behandelt hab.“
Misha streichelte Jensen über den Nacken. „Schhhh. Ich hab dich viel zu lieb, um dir böse zu sein. Und ich bin doch selber schuld gewesen. Ich hab dir schon lang verziehen, Babe.“
„Weißt du, manchmal glaub ich, du bist echt ein Engel und ich hab dich gar nicht verdient,“ gab Jensen zu.
„Hör endlich auf, so viel zu denken. Ich geb dich nicht mehr her und ich will dich nicht verlieren.“ Misha hörte mit seinen Streichelbewegungen auf Jensens Nacken auf und begann stattdessen ihn dort zu küssen. Mit seiner Nase strich er leicht über Jensens Wange. Dann gab er ihm einen Kuss und hauchte ein „Ich will dich“ dazwischen.
Jensen erwiderte diesen Wünsch nur zu gern. Seine Zunge fand ihren Weg durch Mishas Lippen, über dessen Zähne und wurde sehnsüchtig von dessen Zunge begrüßt.
Langsam und leidenschaftlich, ließ Jensen seine Hände unter Mishas Jackett und über das T-Shirt in Richtung Hosenbund gleiten.
Misha schob seine Hände von unten unter Jensens Hemd und zog das T-Shirt aus Jensens Hose. Dann fing er an, hastig, aber vorsichtig das Hemd aufzuknöpfen. (Auch wenn es nicht das Hemd war, das Jensen zur Convention anziehen wollte und noch mehr als nötig in seinem Koffer waren, so hatte Misha doch aus der letzten gelernt, bei der Jensen noch zehn Minuten bevor sie los mussten ein Hemd kaufen musste, weil die Knopfleiste komplett hinüber war.)
Jensens Hände drängten sich an Mishas Rücken unter dessen Hose und, mit den Händen auf Mishas Pobacken, drückte Jensen seinen Partner an sich.
„Mach den Koffer vom Bett,“ drängte er ihn, wollte ihn aber gleichzeitig auch nicht gehen lassen.
Zögerlich löste sich Misha von Jensen und drehte sich um, in Richtung Koffer und Bett. Dann schien er es sich anders zu überlegen und sah wieder Jensen an. Aber er griff nur nach seiner Hand und zog ihn mit sich zum Bett, als hätte er Angst, Jensen würde weglaufen, während er das Bett frei machte.
Kaum war der Koffer vom Bett runter –eine Zeit die Jensen nutze um sein Hemd abzulegen–, war Jensen auch schon von Misha sanft darauf geschubst worden. Er streifte sein Jackett ab und zog sich das T-Shirt über den Kopf. Er kniete sich über Jensen und beugte sich zu einem Kuss herunter.
Jensen schlang seine Arme um den älteren Mann und zog ihn auf sich herab. Trotz des dicken Jeansstoffes, den sie beide noch trugen, konnten sie doch die steigende Erregung des anderen spüren.
Dennoch reduzierten sie ihre derzeitigen Handlungen auf erregendes und erregtes Streicheln und Küssen. Beine wickelten sich umeinander. Finger verfingen sich in Haaren. Jensens T-Shirt fand seinen Weg neben das Hotelbett. Lippen trafen auf Augenlider. Zungen leckten über Brustwarzen. Socken und Schuhe wurden abgestreift. Zähne knabberten an Ohrläppchen. Hände erforschten die Ausprägungen von Bauchmuskeln. Gürtelschnallen wurden gelockert. Zehen wanderten unter Hosenbeine. Verschwitzte Körper rieben aneinander. Hosenknöpfe wurden geöffnet.
Irgendwann in all dem war Misha unter Jensen gelandet, was es ihm leichter machte, Jensens Hose über dessen Beine herunter zu ziehen. Die Boxershort schob er direkt hinterher.
Jensen schnappte kurz nach Luft, als sein steifes Glied aus seiner engen Hülle befreit wurde und mit der Luft in Berührung kam. Er presste sich gegen Misha, versuchte ein wenig Erleichterung zu finden indem er sich an ihm rieb.
Aber das Gefühl von der Jeans, die Misha unfassbarer Weise noch immer trug, gefiel ihm rein gar nicht, also musste sie schnell verschwinden. Helfend hob Misha seinen Hintern und kurz darauf lagen Mishas Jeans und Boxershorts mit Jensens auf einem Haufen neben dem Bett.
„Viel besser,“ flüsterte Jensen und legte sich auf Misha.
„Uff, Babe, du solltest den Scriptautoren mal sagen, dass sie deine ganzen Cheeseburger streichen sollen.“ Keuchte Misha und rollte sich und Jensen auf die Seite.
„Sag du es ihnen, und bring genau dieses Argument. Die Reaktion möchte ich sehen.“ Jensen erstickte das Lachen, zu dem Misha ansetzte mit einem feuchten Kuss.
Misha kniff Jensen in den Hintern und leckte ihm über den verschwitzten Hals. Schließlich fand seine Hand ihren Weg zwischen ihre Körper und legte sie um Jensens Steifen. Der sog scharf Luft ein und wand sich.
Misha streifte etwas vom Vorsaft auf seinen Daumen und führte den Finger zu seinem Mund. Gierig landeten Jensens Lippen auf Mishas, seine Zähne schlossen sich um dessen Daumen, seine Zunge leckte den eigenen Vorsaft, schob sich dann zu Mishas vor.
Während sich ihre Zungen einen unerbittlichen Kampf lieferten, zog Misha seine Hand wieder zwischen ihren Gesichter hervor, die andere auf Jensens Lende liegen habend und ihre Leisten aneinander drückend. Er legte die befreite Hand um ihrer beider Erregungen, was Beiden gleichzeitig ein lautes Stöhnen entlockte und den Zungenkampf vor wenige Sekunden unterbrach.
Er begann seine Hand auf und ab zu bewegen, den zunehmenden Vorsaft gleichmäßig zu verreiben. In gleichem Maße wie das sich dem Höhepunkt näherende Zucken ihrer Glieder zunahm, nahm die Heftigkeit ihres Zungenkampfes ab.
Schließlich warf Jensen den Kopf in den Nacken und kam mit einem kaum hörbar gekeuchtem „Fuck, Misha!“auf den Lippen.
Misha warf ihn auf den Rücken und kniete sich zwischen seine Oberschenkel. Jensens Samen fand sich verteilt auf Mishas und teilweise seinem eigenen Bauch. Jensen stütze sich auf einen Ellbogen und ging mit dem freien Arm Misha zur Hand bis Misha mit einem lauten Stöhnen seinen Kopf auf Jensens Schulter legte und seinen Samen auf dessen Brust spritzte.
Erschöpft ließen sie sich aufs Bett zurückfallen und kümmerten sich nicht darum, sich sauber zu machen. Misha legte seinen Kopf auf Jensens Brust und Jensen schlang seine Arme um ihn. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie sich um halb sieben mit Jared zum Abendessen treffen wollten, döste Jensen ein.
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